VPN und Sicherheit: Abos und Preise im Vergleich 2026
Der beworbene VPN-Preis gilt nur für den ersten, im Voraus bezahlten Zeitraum — danach verlängert sich das Abo meist zu einem deutlich höheren Betrag. In Österreich kommt eine zweite Überraschung dazu: Auf den deutschsprachigen Seiten der Anbieter stehen die Preise oft ohne USt., die erst im Bezahlfenster aufgeschlagen wird. Vor dem Kauf solltest du deshalb vier Dinge kennen: die Summe für den ersten Zeitraum, den Verlängerungspreis, die Steuer und ob die Geld-zurück-Garantie dort gilt, wo du kaufst.
Diese Seite sagt dir nicht, welches VPN das beste ist — die Geschwindigkeit hängt mehr von deiner Verbindung und der Auslastung des Servers ab als vom Anbieter, und Listen „freigeschalteter“ Kataloge ändern sich jede Woche. Stattdessen steht hier, was du prüfen solltest, bevor du zwei Jahre im Voraus zahlst: Verlängerungspreis, Garantiebedingungen, Gerätegrenze und ob der Anbieter einen Server in Österreich hat. Preise zeigen wir nur, wenn wir sie für Österreich geprüft haben; nennt ein Anbieter den Preis ohne Steuer, zeigen wir zusätzlich den Betrag mit 20 % USt.
Schnellauswahl
Eine Person, mehrere Geräte
Dafür reicht fast jeder Tarif — die Gerätegrenze liegt selten unter fünf. Den Ausschlag gibt der Verlängerungspreis.
Die ganze Familie
Zähle die Geräte: Handys, Computer, Tablets und der Fernseher kommen schnell auf über zehn. Manche Anbieter begrenzen gleichzeitige Verbindungen, andere nicht.
Öffentliches WLAN und Reisen
Am wichtigsten sind das automatische Einschalten in unsicheren Netzen und ein „Kill Switch“. Das haben fast alle bezahlten Tarife; der Unterschied ist, ob es standardmäßig eingeschaltet ist.
Österreichische Inhalte aus dem Ausland
Dafür brauchst du einen Server in Österreich. Prüfe die Serverliste vor dem Bezahlen — wie viele Server es dort gibt, verraten die Anbieter selten.
Wer nicht zahlen will
Kostenlose Tarife gibt es, aber mit Grenzen: wenige Server, weniger Tempo, manchmal kein Standort in Österreich. Ein kostenloses VPN, das gar nichts begrenzt, verdient meist an deinen Daten — das solltest du vor der Installation wissen.
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Was passt wozu
Der Dienst nach unserer Bewertung, der Tarif der günstigste, der zur Situation passt. Preise geprüft.
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So wählst du
- 1
Beginne beim Verlängerungspreis
Der beworbene Preis ist der falsche Ausgangspunkt. Frag dich, was du im dritten Jahr zahlst, wenn der Einführungsrabatt vorbei ist — das ist der echte Preis des Dienstes.
- 2
Rechne die ganze Summe für den ersten Zeitraum aus
Ein Zweijahrestarif wird sofort bezahlt. Ein niedriger Monatspreis in der Werbung bedeutet eine hohe Einmalzahlung jetzt — und ein Rückgabefenster, das ab diesem Tag zählt.
- 3
Prüfe die Steuer im Bezahlfenster
Die deutschsprachigen Seiten zeigen Preise oft ohne USt. Achte darauf, dass beim Bezahlen Österreich gewählt ist und 20 % aufgeschlagen werden: NordVPN rechnet die Steuer nach dem Land, das du dort wählst, und CyberGhost schlägt den Satz des Landes auf, aus dem du die Seite öffnest — aus Österreich 20 %.
- 4
Lies die Garantiebedingungen
Wie viele Tage, ob nur für den ersten Kauf, ob nur einmal. Und vor allem: ob sie gilt, wenn du über einen App-Store kaufst — dort entscheiden oft Apple oder Google.
- 5
Prüfe Server in Österreich und Gerätegrenze
Beides steht auf der Seite des Anbieters, aber nicht immer auf dem ersten Bildschirm. Dass ein österreichischer Standort fehlt, merkst du erst, wenn du ihn brauchst.
- 6
Erst dann schau auf die Funktionen
Split Tunneling, Werbeblocker, Double VPN — nützlich, aber selten entscheidend. Ein Tarif, dessen Verlängerungspreis du nicht kennst, ist nicht günstig, egal wie viele Funktionen er hat.
Worin sich diese Abos unterscheiden
Technisch tun alle dasselbe — sie verschlüsseln die Verbindung und ändern deine Adresse. Der Unterschied liegt fast ganz in den Bedingungen und der Preisgestaltung.
Zwei Preise: Einführung und Verlängerung
Der erste Zeitraum ist günstig, der zweite nicht. Der Unterschied beträgt oft ein Mehrfaches. Die Anbieter schreiben das dazu, aber klein unter dem Preis.
Garantie statt Testphase
Eine kostenlose Testphase gibt es meist nicht — es gibt eine Geld-zurück-Garantie für eine bestimmte Zahl von Tagen. Frist und Bedingungen unterscheiden sich zwischen den Anbietern und hängen davon ab, wo du gekauft hast.
Gerätegrenze oder keine
Manche erlauben eine begrenzte Zahl gleichzeitiger Verbindungen, andere unbegrenzt viele. Für eine Familie kann das wichtiger sein als jede andere Funktion.
Unabhängiges Audit
Das Versprechen „keine Protokolle“ bedeutet für sich allein nichts. Aussagekraft hat ein unabhängiges Audit — und sein Datum, denn ein altes Audit spricht über eine alte Infrastruktur.
Was du vor dem Kauf prüfen solltest
Neun Fragen, auf die der große Preis in der Werbung nicht antwortet. Verschlüsseln tun alle — den Unterschied machen genau diese Dinge.
| Frage | Was du prüfen solltest |
|---|---|
| Was kostet die Verlängerung? | Was du prüfen solltestSuch beim Preis nach „verlängert sich“ oder „nach dem ersten Zeitraum“. Das ist keine Kleinigkeit — oft ist es ein Mehrfaches des beworbenen Betrags, und genau den zahlst du am längsten. |
| Wie hoch ist die ganze Summe für den ersten Zeitraum? | Was du prüfen solltestDer Monatspreis in der Werbung ist eine Division, bezahlt wird sofort der ganze Zeitraum. Rechne aus, was jetzt abgebucht wird — und ob du dich so lange an einen Anbieter binden willst. |
| Ist die USt. im Preis? | Was du prüfen solltestAuf den deutschsprachigen Seiten oft nicht: NordVPN schreibt „Ggf. fällt MwSt. an.“, Surfshark „(ggf. zzgl. MwSt.)“, ExpressVPN „Die Mehrwertsteuer wird an der Kasse erhoben, falls zutreffend.“, CyberGhost „…können Steuern anfallen.“ Private Internet Access gibt die Beträge in US-Dollar an. Für Privatpersonen in Österreich gilt die österreichische USt. von 20 %, egal wo der Anbieter sitzt. |
| Wie viele Tage gilt die Geld-zurück-Garantie, und für wen? | Was du prüfen solltestDie Fristen unterscheiden sich zwischen den Anbietern um ein Mehrfaches, und häufig gilt die Garantie nur für den ersten Kauf und nur einmal. Für eine Verlängerung gilt sie meist nicht mehr: Vergisst du zu kündigen, bekommst du kein Geld zurück. |
| Gilt die Garantie beim Kauf über einen App-Store? | Was du prüfen solltestOft nicht. Einen über den App Store oder Google Play gekauften Tarif erstatten Apple oder Google nach ihren eigenen Regeln, der Anbieter verweist nur dorthin. Ist dir die Garantie wichtig, kauf auf der Seite des Anbieters. |
| Gibt es einen Server in Österreich? | Was du prüfen solltestPrüfe die Serverliste. Dass es einen Standort gibt, sagt noch nicht, wie viele Server dort stehen — diese Zahl nennen die Anbieter oft nicht, deshalb kann das Tempo zu Stoßzeiten schwanken. |
| Wie viele Geräte gleichzeitig? | Was du prüfen solltestDie Grenze zählt Verbindungen. Handy, Computer und Fernseher sind schon drei. Manche Anbieter haben keine Grenze — für eine Familie kann das den Ausschlag geben. |
| Wer hat wann geprüft, dass keine Protokolle gespeichert werden? | Was du prüfen solltestSuch nach einem unabhängigen Audit und seinem Datum. Ein Versprechen ohne Audit ist Marketing; ein Audit von vor einigen Jahren spricht nur über die damalige Infrastruktur. |
| Wie und wo kündigst du? | Was du prüfen solltestManche Anbieter lassen dich die Verlängerung im Konto abschalten, andere nur im Chat mit dem Support. Hast du in der App gekauft, kündigst du in den Abos des Stores, und das Löschen der App stoppt die Verlängerung nicht. |
Wann es sich lohnt und wann nicht
Lohnt sich
- Du verbindest dich regelmäßig mit öffentlichen WLANs — in Hotels, Cafés, auf Flughäfen.
- Du arbeitest oder studierst im Ausland und brauchst eine österreichische Adresse für österreichische Dienste.
- Du willst nicht, dass dein Internetanbieter oder der Netzwerkadministrator sieht, wohin du dich verbindest.
- In der Familie gibt es viele Geräte, und du findest einen Tarif ohne Grenze für gleichzeitige Verbindungen.
Lohnt sich nicht
- Du kaufst wegen „Anonymität“ — ein VPN versteckt die Adresse vor dem Netzwerk, dich aber nicht vor den Konten, in die du dich einloggst.
- Du kaufst wegen eines einzigen Streaming-Katalogs — das funktioniert heute und morgen vielleicht nicht, und dafür gibt es kein Geld zurück.
- Du erwartest Schutz vor Viren und Betrug — dafür gibt es andere Werkzeuge, ein VPN ersetzt sie nicht.
- Du kennst den Verlängerungspreis nicht — der Rabatt im ersten Zeitraum ist ein Köder, kein Preis.
Häufige Fragen
Was du dir wirklich merken solltest
In der VPN-Kategorie ist der Grund für einen Fehlkauf fast immer ein Preis, den du nicht gesehen hast: der Verlängerungsbetrag nach dem ersten Zeitraum — und in Österreich oft auch die USt., die erst beim Bezahlen dazukommt. An zweiter Stelle steht eine Garantie, die nicht galt, weil über einen Store gekauft wurde oder es schon der zweite Kauf war. Verschlüsseln tun alle gleich gut; unterschiedlich ist, wie viel und wann du zahlst.
Wir sind mit keinem der hier genannten Anbieter verbunden. Garantiebedingungen und Server einzelner Anbieter nennen wir hier bewusst nicht — sie stehen auf den Seiten der Anbieter; für Österreich haben wir geprüft, wie die Anbieter Preis und Steuer ausweisen und ob sie Server in Österreich haben. Manche Links sind Affiliate-Links — das steht direkt beim Link, und an der Reihenfolge ändert es nichts.
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