Zum Inhalt springen

So sparst du bei Abos — ohne Gutscheine und ohne Tricks

Tomas Stankevičius · Veröffentlicht am 15. Juli 2026 · Aktualisiert am 24. August 2026

Inhalt

  • Die kurze Antwort
  • Erster Schritt: doppelt bezahlte Abos finden
  • Zweiter Schritt: Familien- und Duo-Tarife
  • Dritter Schritt: Studierendentarife
  • Vierter Schritt: Jahresabo nur, wenn du es wirklich nutzt
  • Fünfter Schritt: Testphasen, die still zum Abo werden
  • Sechster Schritt: Abos abwechseln
  • Siebter Schritt: Preise ohne USt., in Dollar oder nur für das erste Jahr erkennen
  • Was du lassen solltest
  • Was du heute tun kannst

Die kurze Antwort

Am meisten sparst du, wenn du merkst, wofür du schon doppelt zahlst — mehr als mit jedem Gutschein.

Bei der Recherche für Österreich sind wir auf mehrere Dienste gestoßen, die in einem anderen schon enthalten sind, ohne dass man es auf den ersten Blick sieht. Solche Posten zu streichen bringt jeden Monat etwas, und du musst dafür auf nichts verzichten.

Erster Schritt: doppelt bezahlte Abos finden

Bevor du überlegst, worauf du verzichtest, prüf, ob du für etwas zweimal zahlst:

  • YouTube Premium enthält YouTube Music Premium. Wer beides bezahlt, zahlt die Musik doppelt.
  • Amazon Prime enthält in Österreich Prime Video. Wer Prime für den Versand hat, hat Prime Video schon.
  • Spotify Premium enthält in Österreich jeden Monat 12 Stunden Hörbücher — beim Tarif Individual und bei Duo und Family für das Hauptkonto. Bevor du zusätzlich ein Hörbuch-Abo abschließt, prüf, ob dir diese Stunden reichen.
  • RTL+ gibt es in Österreich auch über Magenta, im simpli-Paket PREMIUM und in einem Paket von HBO Max. Wer eines davon hat und RTL+ zusätzlich direkt bezahlt, zahlt womöglich doppelt.
  • Höhere Stufen von Xbox Game Pass enthalten Mitgliedschaften von Partnern. Wer so eine Mitgliedschaft zusätzlich einzeln kauft, zahlt für etwas, das er schon hat.

Prüf dabei die Leistungsliste deines Tarifs: Namen und Inhalte ändern sich mit der Zeit, und ältere Artikel stimmen oft nicht mehr.

Zweiter Schritt: Familien- und Duo-Tarife

Das ist einer der wenigen Wege zu einem günstigeren Abo, die die Anbieter selbst vorsehen. Pro Person ist ein Familientarif fast immer günstiger — aber nur, wenn es die Mitglieder wirklich gibt.

Rechne mit dem Gesamtpreis geteilt durch die Zahl der Personen, die den Tarif tatsächlich nutzen. Ein Familientarif, den eine Person nutzt, ist einfach ein teurerer Einzeltarif.

Lies vor dem Bezahlen die Bedingung: Viele Familientarife setzen denselben Haushalt voraus. Soll jemand mitschauen, der nicht bei dir wohnt, bieten Netflix und Disney+ in Österreich dafür gegen Aufpreis ein zusätzliches Mitglied an. Plätze an Fremde zu verkaufen empfehlen wir nicht: Das widerspricht den Bedingungen der Anbieter.

Dritter Schritt: Studierendentarife

  • YouTube Premium hat in Österreich eine Mitgliedschaft für Studierende.
  • Spotify und Apple Music haben in Österreich eigene Tarife für Studierende.
  • Amazon Prime gibt es für Studierende und für Personen zwischen 18 und 24 Jahren günstiger.

Nachweis, Dauer und Verlängerung regelt jeder Anbieter selbst. Lies die Bedingungen vor dem Abschluss.

Vierter Schritt: Jahresabo nur, wenn du es wirklich nutzt

Ein Jahresabo ist meist günstiger, bindet dich aber für zwölf Monate. Es lohnt sich, wenn der Dienst schon zu deinem Alltag gehört, und passt nicht, solange du noch ausprobierst.

Der Jahrespreis ist außerdem nicht der Monatspreis mal zwölf, und nicht jedes Angebot mit zwölf Monaten ist ein Jahresabo: Bei Joyn+ gibt es neben dem monatlich kündbaren Abo eines „mit Jahresbindung“, das trotzdem monatlich bezahlt wird. Mehr dazu im Ratgeber zu Monats- und Jahresabo.

Fünfter Schritt: Testphasen, die still zum Abo werden

Eine kostenlose Testphase ist ein gutes Werkzeug, verlangt aber fast immer ein Zahlungsmittel und wird danach automatisch zum bezahlten Abo.

Zwei Regeln schützen dich. Erstens: Schau gleich nach der Anmeldung, wann die Testphase endet, und trag dir das Datum ein — Apple bittet, ein Probeabo mindestens 24 Stunden vor Ablauf zu kündigen. Zweitens: Rechne nicht fest mit einer Testphase. Sie hängt vom Konto ab, und wer schon einmal abonniert hat, bekommt sie oft nicht mehr.

Sechster Schritt: Abos abwechseln

Die Kataloge überschneiden sich weniger, als man denkt, und deine Zeit zum Schauen ist ohnehin begrenzt. Praktischer als zwei oder drei Abos gleichzeitig: eines für einen Monat, dann wechseln.

Das funktioniert besonders gut bei Filmplattformen und beim Sprachenlernen. Es funktioniert nicht, wo sich Verlauf oder Fortschritt ansammeln, und auch nicht bei Verträgen mit Mindestlaufzeit oder Jahresbindung.

Siebter Schritt: Preise ohne USt., in Dollar oder nur für das erste Jahr erkennen

Drei Dinge können den Betrag auf deinem Konto vom beworbenen Preis unterscheiden:

  • Preis ohne USt. Mehrere VPN-Dienste nennen ihre Preise ohne USt. und rechnen sie erst an der Kasse dazu. Für digitale Abos gilt in Österreich in der Regel die USt. von 20 %, auch wenn der Anbieter im Ausland sitzt.
  • Preis in US-Dollar. Manche Dienste verrechnen in Dollar; den Eurobetrag bestimmt dann der Kurs deiner Bank.
  • Preis nur für das erste Jahr. Bei Antivirenprogrammen gilt der beworbene Preis oft nur am Anfang: Norton schreibt auf der österreichischen Seite „im 1. J.“ dazu, Bitdefender „Preis für das erste Jahr“. Prüf vor dem Kauf, was die Verlängerung kostet.

Was du lassen solltest

  • Wähl den Tarif nicht nach der kleinsten Zahl in der Liste eines Stores. Der niedrigste Eintrag kann etwas ganz anderes sein, etwa ein einmaliger Kauf von Spielwährung.
  • Rechne dir keinen Rabatt auf Käufe schön, die du sonst nicht getätigt hättest. Zehn Prozent auf etwas, das du nicht gebraucht hättest, sparen nichts.
  • Verlass dich nicht auf Gutscheinseiten: Aktionen ändern sich schnell, und viele solche Seiten zeigen längst abgelaufene Angebote.
  • Teil keine Konten außerhalb der erlaubten Wege und wechsle nicht per VPN das Land. Das widerspricht den Bedingungen der Anbieter.

Was du heute tun kannst

  • Schreib alle deine Abos an einer Stelle auf, mit den echten Beträgen
  • Markier die, die du im letzten Monat nicht genutzt hast
  • Prüf, ob eines davon schon in einem anderen enthalten ist
  • Rechne die Jahressumme zusammen — meist überrascht genau sie

Wie du so eine Liste anlegst, steht im Ratgeber zum Verwalten aller Abos.

Häufige Fragen

Mit doppelt bezahlten Abos: Schreib alle auf und prüf, ob eines schon in einem anderen enthalten ist. YouTube Premium enthält YouTube Music Premium, Amazon Prime enthält in Österreich Prime Video, und RTL+ kann über Magenta, simpli PREMIUM oder ein Paket von HBO Max schon mitbezahlt sein. So ein gestrichener Posten wirkt jeden Monat, und du verzichtest auf nichts.

Nur, wenn es die Mitglieder wirklich gibt: Teil den Gesamtpreis durch die Zahl der Personen, die ihn tatsächlich nutzen. Viele Familientarife setzen denselben Haushalt voraus. Für jemanden, der nicht bei dir wohnt, bieten Netflix und Disney+ in Österreich gegen Aufpreis ein zusätzliches Mitglied an.

Unter anderem bei YouTube Premium, Spotify und Apple Music. Amazon Prime gibt es für Studierende und für Personen zwischen 18 und 24 Jahren günstiger. Nachweis, Dauer und Verlängerung regelt jeder Anbieter selbst.

Wenn der Dienst schon zu deinem Alltag gehört. Der Jahrespreis ist nicht der Monatspreis mal zwölf, und nicht jedes Angebot mit zwölf Monaten ist ein Jahresabo: Bei einer Jahresbindung zahlst du monatlich und bist zwölf Monate gebunden. Solange du noch ausprobierst, fährst du monatlich günstiger, auch wenn es teurer aussieht.

Meist aus einem von drei Gründen: Der Preis war ohne USt. angegeben, wie bei mehreren VPN-Diensten; der Dienst verrechnet in US-Dollar, und den Eurobetrag bestimmt der Kurs deiner Bank; oder der beworbene Preis galt nur für das erste Jahr, wie oft bei Antivirenprogrammen.

Eines für einen Monat, dann ein anderes, statt zwei oder drei gleichzeitig. Das funktioniert gut bei Filmplattformen und beim Sprachenlernen, aber nicht, wo sich Verlauf oder Fortschritt ansammeln, und nicht bei Verträgen mit Mindestlaufzeit.
Dieser Ratgeber bietet allgemeine Informationen. Konkrete Preise und Bedingungen können sich ändern — prüfe sie immer auf der offiziellen Seite des Dienstes.

Passende Dienste

Passende Tools

Ähnliche Vergleiche