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Alle Abos verwalten: So behältst du den Überblick

Tomas Stankevičius · Veröffentlicht am 15. Juli 2026 · Aktualisiert am 24. August 2026

Inhalt

  • Die kurze Antwort
  • Warum es aus dem Kopf nicht geht
  • Was du zu jedem Abo notierst
  • Drei Dinge, die du sofort siehst
  • Was auf dem Kontoauszug steht, aber kein Abo ist
  • Termine, die in Österreich zählen
  • So geht es bei uns
  • Damit du nicht wieder am selben Punkt landest
  • Wenn du dich zum Kündigen entschieden hast

Die kurze Antwort

Das Problem mit Abos ist selten der Preis. Das Problem ist, dass niemand sie alle auf einmal sieht.

Einzeln wirkt jedes klein, abgebucht wird still und an verschiedenen Tagen, und ein Teil läuft über verschiedene Stores oder über die Rechnung des Internetanbieters. Der erste und wichtigste Schritt ist deshalb, alle an einer Stelle aufzuschreiben, mit den echten Beträgen.

Warum es aus dem Kopf nicht geht

Abos werden auf verschiedenen Wegen abgeschlossen. Eines auf der Website, eines über App Store oder Google Play, ein drittes kommt mit dem Internet- oder Handyvertrag: Magenta TV gibt es nur mit einem Internet- oder Smartphonetarif von Magenta, A1 Xplore TV nur mit einem Anschluss von A1. Prime Video läuft in Österreich über die Amazon-Prime-Mitgliedschaft bei amazon.de. Eine Stelle, an der alles zu sehen wäre, gibt es nicht.

Die Zahlungstermine passen nicht zusammen. Manches wird für ein Jahr im Voraus abgebucht, manches monatlich, und der „Preis pro Monat“ eines Jahrestarifs ist nur ein Rechenwert.

Und ein Teil der Abos ist unsichtbar, weil er in anderen enthalten ist. Solange du die ganze Liste nicht vor dir hast, merkst du das nicht.

Was du zu jedem Abo notierst

  • Name des Dienstes und Tarif
  • Wie viel tatsächlich abgebucht wird und für welchen Zeitraum
  • Wo abgeschlossen — Website, App Store, Google Play oder über den Internet- oder Handyanbieter
  • Wann die nächste Zahlung fällig ist
  • Ob es eine Mindestlaufzeit gibt und wann sie endet
  • Ob du es im letzten Monat genutzt hast

Die letzte Spalte beantwortet meistens schon die Frage, was du kündigen kannst.

Drei Dinge, die du sofort siehst

Erstens: Doppeltes. In fast jeder längeren Liste steckt mindestens ein Dienst, der in einem anderen schon enthalten ist. YouTube Premium enthält YouTube Music Premium, Amazon Prime enthält in Österreich Prime Video, und RTL+ kann über Magenta, simpli PREMIUM oder ein Paket von HBO Max schon mitbezahlt sein.

Zweitens: vergessene Abos — die, die du im letzten Monat kein einziges Mal geöffnet hast, aber „demnächst“ nutzen willst.

Drittens: die Jahressumme. Sie ist fast immer höher, als man schätzt. Zwölfmal ein kleiner Betrag plus ein paar weitere kleine Beträge ergeben einen Posten, den niemand geplant hat.

Was auf dem Kontoauszug steht, aber kein Abo ist

Der ORF-Beitrag taucht vielleicht in deiner Liste auf. Er ist eine verpflichtende Haushaltsabgabe, die du nicht wie ein Abo kündigen kannst. Dafür ist ORF ON damit schon abgedeckt — der ORF schreibt: „Durch die Haushaltsabgabe ist die Nutzung von ORF ON gedeckt.“

Termine, die in Österreich zählen

Neben dem Zahlungstag verändern manche Termine den Betrag oder die Regeln. Sie gehören in die Liste:

  • Ende der Mindestlaufzeit. Bei Internet- und Handyverträgen und bei TV-Paketen, die mit ihnen gebündelt sind, sind es höchstens 24 Monate; die Kündigungsfrist darf höchstens einen Monat betragen. Vor dem Ende der Mindestlaufzeit oder einer automatischen Verlängerung muss dich der Anbieter auf einem dauerhaften Datenträger informieren (§ 135 und § 136 TKG 2021).
  • Preisänderung beim Internet- oder TV-Paket. Änderungen von Entgelten oder Geschäftsbedingungen, die nicht ausschließlich zu deinem Vorteil sind, muss dir der Anbieter mindestens drei Monate vorher auf einem dauerhaften Datenträger mitteilen; bis sie in Kraft treten, kannst du kostenlos kündigen (§ 135 Abs. 8 TKG 2021).
  • Preisklauseln in anderen Verträgen. Eine Klausel, die dem Anbieter eine Preiserhöhung erlaubt, ist nur verbindlich, wenn der Vertrag auch eine Senkung vorsieht und die Umstände dafür beschrieben, sachlich gerechtfertigt und vom Willen des Anbieters unabhängig sind (§ 6 Abs. 1 Z 5 KSchG). Der OGH hat das am 28. März 2025 in einem Verfahren des VKI gegen einen Sport-Streamingdienst bestätigt (8 Ob 145/24t).
  • Ende einer Jahresbindung. CANAL+ Austria hat eine Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten, und nach den ersten zwölf Monaten gilt ein anderer Preis; bei Joyn+ gibt es ein Abo mit Jahresbindung.
  • Rücktrittsfrist. Von einem online abgeschlossenen Vertrag kannst du binnen 14 Tagen ab Vertragsabschluss zurücktreten (§ 11 FAGG). Trag das Datum bei jedem neuen Abo ein.
  • Ende einer Testphase. Apple bittet, ein Probeabo mindestens 24 Stunden vor Ablauf zu kündigen.

So geht es bei uns

Auf dieser Website gibt es dafür „Meine Abos“: Du fügst Dienste aus dem Katalog hinzu und siehst sofort die Summe pro Monat und pro Jahr.

Zwei Dinge solltest du wissen. Die Liste bleibt in deinem Browser gespeichert, eine Registrierung ist nicht nötig. Und solange ein Preis für Österreich nicht geprüft ist, zeigen wir ihn nicht; dann trägst du den Betrag selbst ein, so wie er im Zahlungsfenster steht.

Ein Blatt Papier oder eine Tabelle funktioniert genauso gut. Wichtig ist, dass es die Liste gibt, egal womit. Sind darin Abos, deren Tarif du noch wählst, hilft der Rechner für Monats- und Jahresabo: Er zeigt, nach wie vielen Monaten das Jahresabo günstiger wird.

Damit du nicht wieder am selben Punkt landest

  • Schau die Liste einmal pro Quartal durch
  • Prüf vor jedem neuen Abo, ob du den Dienst nicht schon über ein anderes bekommst
  • Trag das Ende einer Testphase am selben Tag ein, an dem du dich anmeldest
  • Frag dich vor einem Jahresabo: „Nutze ich das wirklich das ganze Jahr?“
  • Notier bei jedem Vertrag mit Mindestlaufzeit, wann sie endet

Wenn du dich zum Kündigen entschieden hast

Kündige dort, wo du abgeschlossen hast: dort, woher das Geld abgebucht wird, ob App-Store, Anbieter oder Internet- und Handyanbieter. Und lösch nie die App, statt zu kündigen: Das Abo läuft weiter, und bezahlt wird auch weiter.

Ausführlich steht das im Ratgeber zum Kündigen von Abos.

Häufige Fragen

Weil sie auf verschiedenen Wegen abgeschlossen werden — auf der Website, im App Store, bei Google Play oder mit dem Internet- oder Handyvertrag —, an verschiedenen Tagen abgebucht werden und teils in anderen enthalten sind. In Österreich kommt dazu, dass Fernsehen oft am Internetvertrag hängt und Prime Video über die Prime-Mitgliedschaft bei amazon.de läuft.

Name und Tarif, wie viel tatsächlich abgebucht wird und für welchen Zeitraum, wo du abgeschlossen hast, wann die nächste Zahlung fällig ist, ob es eine Mindestlaufzeit gibt und ob du es im letzten Monat genutzt hast. Die letzte Spalte beantwortet meist schon, was du kündigen kannst.

Nein. Der ORF-Beitrag ist eine verpflichtende Haushaltsabgabe. Dafür ist ORF ON damit schon abgedeckt: „Durch die Haushaltsabgabe ist die Nutzung von ORF ON gedeckt.“

Nein. Die Liste bleibt in deinem Browser gespeichert. Einen Preis, der für Österreich nicht geprüft ist, zeigen wir nicht; dann trägst du den Betrag selbst ein, so wie er im Zahlungsfenster steht.

Einmal pro Quartal. Trag dir außerdem die Termine ein, die den Betrag oder die Regeln ändern: das Ende einer Mindestlaufzeit oder Jahresbindung, das Ende einer Testphase und die 14 Tage Rücktrittsfrist nach einem neuen Abschluss.

Kündige dort, wo du bezahlst — im App-Store, beim Anbieter oder bei deinem Internet- oder Handyanbieter. Das Löschen der App kündigt nichts: Das Abo läuft weiter, und bezahlt wird auch weiter.
Dieser Ratgeber bietet allgemeine Informationen. Konkrete Preise und Bedingungen können sich ändern — prüfe sie immer auf der offiziellen Seite des Dienstes.

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